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Broschur, 196 Seiten, Berliner Wissenschafts-Verlag, 2018
Schriften der Goethe-Gesellschaft Berlin e.v.
Weltbürger Goethe
Angesichts einer bis heute anhaltenden Debatte über Flucht, Migration und Weltoffenheit liegt es nahe, auch den deutschen Dichter Johann Wolfgang Goethe zu befragen, was er zu diesen Themen den Nachgeborenen mitzuteilen hat. Die hier versammelten Beiträge, von ausgewiesenen Goethe-Kennern verfasst, zeigen facettenreich auf, wie sich Goethe mit dem ihm Fremden auseinandersetzte. Dabei wird der Reisende genauso gewürdigt wie der Goethe, der sich aus der Ferne mit fremden Nationen und deren Kulturen beschäftigte. Das Ergebnis: Goethe war ein Kosmopolit. Stets interessiert und offen, immer auch kritisch vergleichend, überschritt er nationale Grenzen, lernte mehrere Sprachen, beschäftigte sich in großer Breite mit literarischen Vorläufern aus ganz unterschiedlichen Kulturen. In Zeiten des Krieges und des antinapoleonischen Befreiungskampfes verwies er auf das Schicksal der Flüchtlinge und auf eine fernöstliche Kultur - die des Orients -, an der man sich mit Gewinn spiegeln könne.
"War Goethe ein Weltbürger? Daß diese Frage emphatisch zu bejahen ist, belegen die Beiträge der jüngsten Publikation der Berliner Goethe-Gesellschaft. […] die versammelten zehn Beiträge [bieten] durchaus ergiebige Einsichten in Goethes transnationales Denken und seine daraus resultierenden kulturpolitischen und literaturästhetischen Überlegungen." – Nikolas Immer, Informationsmittel für Bibliotheken, 28/2020
Inhaltsverzeichnis
Jochen Golz - Der Weltbürger Goethe
Christof Wingertszahn - „Käme ich nach England hinüber, ich würde kein Fremder sein“. Goethe und Großbritannien
Theo Buck - Goethe und Frankreich
Michael Maurer - Künstlerreise? Lebenskunst – Goethe in Italien
Uwe Hentschel - Die böhmischen Bäder: Refugium und intellektueller Marktplatz
Manfred Osten - Goethe – ein fernöstlicher Weltbürger
Volker Hesse - „Ich habe […] selbst eine Landschaft phantasirt“ – Goethes Interesse an der wissenschaftlichen Entdeckung Südamerikas
Manfred Osten - Der Koran ist groß, streng und „furchtbar“. Zur Modernität des Goetheschen Islamverständnisses
Michael Jaeger - Goethes Flüchtlinge – „Vom Strudel der Zeit ergriffen“
Hendrik Birus - „daß die von mir angerufene Weltliteratur auf mich, wie auf den Zauberlehrling zum ersäufen zuströmt“ – Goethes Idee der Weltliteratur
Siglenverzeichnis
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